Konzerte der Konzertgesellschaft

Ji-Yeoun You - STERNSTUNDEN AM BÖSENDORFER (I)

Ji-Yeoun You

Sonntag, 11. Februar 2018, 11 Uhr

Koreanische Pianistin mit höchstem internationalen Renommee bei den „Sternstunden am Bösendorfer“ Im 1. Sternstundenkonzert erwartet uns eine der großen Pianistinnen mit internationaler Karriere. Über ein Solokonzert schrieb die Presse: „Technisch außerordentlich versiert, verlieh sie dem Werk ein jeweils ganz individuelles, prägnantes und zwischen sanfter Lyrik wie aggressiver Härte eine breite Ausdrucksskala bietendes Profil.“ Ji-Yeoun You, geboren in Yeosu, Süd-Korea, erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren. Ihr Debüt gab sie als Zehnjährige in Yeosu mit dem Mozart-Krönungskonzert. Sie war Schülerin an der renommierten Yewon Arts School in Seoul und gewann die bedeutendsten nationalen Jugendwettbewerbe. Ihre pianistische Ausbildung setzte sie 1995 in Berlin an der Universität der Künste und an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ fort und absolvierte Meisterkurse bei Daniel Barenboim, Klaus Hellwig, Hans Leygraf, Menahem Pressler, Wolfram Rieger und Elisso Wirssaladze. Über die Grenzen Koreas und Deutschlands hinweg bekannt wurde Ji-Yeoun You als Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe wie dem Internationalen Chopin-Wettbewerb Göttingen, dem Konzerteum-Wettbe-werb in Athen und vielen anderen internationalen Klavier-Wettbewerben. Sie begann ab 2005, sich unter der regelmäßigen Anleitung von Dietrich Fischer-Dieskau verstärkt der Liedbegleitung zu widmen. Auch dieser „Großmeister“ des Liedgesangs  rühmte ihr großes pianistisches Können, ihre musikalische Überlegenheit und Anpassungsfähigkeit. Derzeit unterrichtet Ji-Yeoun You an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden und an der Universität der Künste Berlin. Sie im Rahmen der Sternstundenkonzerte in Schwerte engagieren zu können ist ein besonderer Glücksfall. Sie wird in Schwerte ein Programm mit der Bach/Busoni Chaconne in d-moll, der späten Beethoven Klaviersonate opus 111 spielen und zum Ausklang die große Liszt Sonate h-moll.

Berlin Piano Trio

Charismatischer Stil und warmer Ton

Donnerstag, 22. Februar 2018, 19 Uhr
Einlass ab 18:15 Uhr, Dauer ca. 2 Std.

Nikolaus Resa, Klavier
Krzysztof Polonek, Violine
Katarzyna Polonek, Violoncello

Kammerkonzerte im Jahresprogramm der Konzertgesellschaft sind unser Markenzeichen: Professionelle Ensembles und selten gehörte Werke zeichnen sie aus. Im Gegensatz zum Orchesterkonzert spielen kammermusikalische Ensembles ohne Dirigent. Jede Stimme ist einzeln besetzt und die sehr lebendige und aufmerksame Kommunikation und auch Konzentration der Musiker untereinander geht sozusagen unmittelbar auf den Zuhörer über. Bei unseren Kammerkonzerten haben in den letzten Jahren sehr unterschiedliche Streicher- und Bläserensembles oder auch Duos mit Klavier unsere Konzertprogramme bestimmt. Ein seltenes und auserlesenes kammermusikalisches Ereig-nis stellt jetzt dieses Konzert mit dem Berlin Piano Trio dar! Das Berlin Piano Trio wurde durch sein leidenschaftliches Spiel und seinen warmen Klang schnell als eines der führenden Klaviertrios etabliert. Das Trio kommt aus Berlin nach Schwerte – was schon bemerkenswert ist, ist doch Krzysztof Polonek festes Mitglied der Berliner Philharmoniker und damit eigentlich auf den ganz großen Bühnen der Welt zuhause. Qualität, sehr warmes und überzeugendes Zusammenspiel, aufeinander hören und wirkliches Miteinander-Spielen sind garantiert. Authentizität und wahrer Kammermusik-Dialog berühren die Zuhörer emotional. Zahlreiche internationale Preise und Publikumspreise zeigen die einzigartige Qualität dieses Ensembles. Gegründet 2004 als „Berolina Trio“, zählt das Berlin Piano Trio zu den führenden Klaviertrios unserer Zeit, das mit seinem charismatischen Stil und dem warmen Ton Publikum und Presse gleichermaßen beeindruckt. 2007 gewann das Trio den von Krzysztof Penderecki ins Leben gerufenen, größten internationalen Kammermusik-Wettbewerb in Polen. Als besondere Auszeichnung wurde dem Ensemble darüber hinaus der fächerübergreifende Grand Prix zugesprochen. Im gleichen Jahr erspielte sich das Trio auch den ersten Preis sowie den Publikumspreis des Europäischen Kammermusikwettbewerbs in Karlsruhe. 2009 wurde das Ensemble mit dem begehrten „Prix Marguerite Dütschler“ in Gstaad, Schweiz, ausgezeichnet. Außerdem nahm das Trio am Internationalen Joseph-Haydn-Wettbewerb in Wien teil, wo es (ex aequo) den Preis für Klaviertrio und den Publikumspreis der Esterházy Stiftung gewann. Neben ihren Auftritten bieten die drei Musiker Solo- und Kammermusikkurse an und unterrichten an Hochschulen. Wir freuen uns, Ihnen schon heute einen Ausblick auf das für Schwerte geplante, hoch interessante Programm zur Einstimmung geben zu können: Neben dem Mendelssohn Klaviertrio Nr. 2 c-moll, Op. 66 und einem der vielen Haydn Klaviertrios wird den Abschluss das berühmte und auch gewaltige „Dumky Trio“ Nr. 4 von Dvorak bilden.

Von Jazz bis Klassik - Klarinettentrio Schmuck

Außergewöhnliche Kammermusikbesetzung begeistert ihr Publikum

Donnerstag, 22.03.2018, 19:00 Uhr
Einlass ab 18:15 Uhr, Dauer ca. 2 Std.

Sayaka Schmuck - Klarinette
Til Renner - Klarinette
Sebastian Pigorsch - Bassklarinette

Das „Klarinettentrio Schmuck“ findet in dieser außergewöhnlichen Kombination einen ganz besonderen Platz in der Musikszene. Nicht zuletzt durch Sabine Meyer und ihr bekanntes „Trio di Clarone“ ist diese außergewöhnliche Kammermusikbesetzung bekannt geworden. Aufgrund der virtuosen Beherrschung ihrer Instrumente, verbunden mit tiefer Liebe zur Kammermusik, verzaubern die drei Musiker immer wieder ihr Publikum. Große Spielfreude, stetiger Dialog und homogenes Zusammenspiel treffen bei diesen Musikern aufeinander. Das Programm „Von Klassik bis Jazz“ beginnt sehr klassisch mit der Bearbeitung von Mozartopern und den Slawischen Tänzen von Dvorák und nimmt nach der Pause Fahrt auf: Es folgen Bearbeitungen für Stücke von Piazzolla, Desmond mit „Take five“ und anderen bekannten Komponisten des Jazz – dies jeweils in sehr gelungenen und spannenden Bearbeitungen für 3 Klarinetten bzw. Bassethorn. Sayaka Schmuck studierte an den Musikhochschulen Weimar, Hannover und „Hanns Eisler“ in Berlin. Sie ist Preisträgerin verschiedenster Wettbewerbe. So gewann sie 1998 den „Concursul internațional de dirijat Jeunesses Musicales“ in Bukarest, erhielt im selben Jahr einen Preis bei den Internationalen Stockhausen-Meisterkursen und 2000 den „Hans-Sikorski-Gedächtnispreis“ der „Deutschen Stiftung Musikleben“ für die Interpretation zeitgenössischer Musik. Nach Engagements im Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Cairo Symphony Orchestra, Staatsoper Hannover, Komische Oper Berlin und Sinfonieorchester Wuppertal war sie bis 2013 Solo-Es-Klarinettistin im Gewandhausorchester Leipzig und spielt zugleich als Aushilfe in renommierten Orchestern. Til Renner, in Ludwigsburg aufgewachsen, erhielt mit zehn Jahren seinen ersten Klarinettenunterricht an der Jugendmusikschule. Nach wegweisenden Studien beim Soloklarinettisten des Staatstheaters Stuttgart und dem 2. Bundespreis in der Solowertung beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ folgte 1988 bis 1992 sein Hochschulstudium an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold. 1992 war er Solo-Klarinettist im Orchester der Europäischen Gemeinschaft (ECYO) und 1993 am Staatstheater Darmstadt. Seit 1993 ist er in gleicher Funktion bei der Radiophilharmonie des NDR Hannover fest angestellt. Für die Saison 2005/2006 war Renner Solo-Klarinettist im NDR-Sinfonieorchester Hamburg und spielte bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Bamberger Sinfonikern, der Bremer Kammerphilharmonie und dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin unter Dirigenten wie Claudio Abbado, James Levine, Mariss Jansons, Esa-Pekka Salonen und Christoph Eschenbach. 2016 war er Solo-Klarinettist im Bayreuther Festspielorchester. Sebastian Pigorsch erhielt ab 2002 Klarinettenunterricht von Professoren der Hochschule Dresden. Schnell wurde er Mitglied im Landesjugendorchester Sachsen und gewann mehrfach Preise bei „Jugend musiziert“. 2007 begann er sein Studium an der Hochschule für Musik Dresden, spielte in der Neuen Lausitzer Philharmonie und der Jungen Deutschen Philharmonie. Seit 2011 studiert er an der Musikhochschule in Hannover und wurde 2012 sowohl Stipendiat der Region Hannover als auch der Yehudi Menuhin Stiftung. Zurzeit spielt er bei den Göttinger Symphonikern und studiert in der Meisterklasse bei Prof. Johannes Peitz.

Arnulf von Arnim und Atsuko Seki - STERNSTUNDEN AM BÖSENDORFER (II)

Sternstunde zu vier Händen

Sonntag, 22. April 2018, 11 Uhr

Arnulf von Arnim ist in Schwerte kein Unbekannter: Sowohl mit Soloprogrammen als auch als Partner vierhändig am Klavier mit Atsuko Seki ist er schon in der Vergangenheit in der Reihe „Sternstunden am Bösendorfer“ aufgetreten. Wir freuen uns also sehr, zwei international renommierte Pianisten vierhändig zu erleben! Prof. von Arnim trat als Solist in den meisten Ländern Euro-pas, in den USA, Japan und Südostasien auf. Zahlreiche LP- und CD-Aufnahmen, Rundfunk- und Fernseheinspielungen bei vielen Sendern Europas machten ihn international zu einem hoch angesehenen Pianisten. Er ist Kammermusikpartner der Geiger Frank Peter Zimmermann, Kurt Nikkanen, Valery Klimov, Saschko Gawriloff, der Cellisten Julius Berger, Maria Kliegel, Ivan Monighetti und David Geringas. Seit 1994 führt er regelmäßige Japan- und Südostasien-tourneen durch. Prof. von Arnim lehrt als Professor an der Folkwang-Hochschule Essen und leitet Meisterklassen in Deutschland, Japan, Italien, Russland und den USA. Ferner ist er künstlerischer Leiter der Internationalen Sommerakademie Cervo in Italien sowie des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in Dortmund und Jury-Mitglied bei mehreren internationalen Klavierwettbewerben. Aus Japan stammt auch seine diesjährige Klavierpartnerin Atsuko Seki. In Tokio geboren, lebt und wirkt sie heute in Deutschland. Sie gewann schon 1991 den 1. Preis im Internat. Schubertwettbewerb in Dortmund und ist durch zahlreiche Konzerttourneen weltweit bekannt geworden. „Der Klang von Atsuko Sekis Spiel ist immer kantabel und weich, dabei jedoch rhythmisch und metrisch diszipliniert, es ist kein romantisches Klangbild, wie es – auf seine Weise genial, aber auch in großer Bizarrerie – der späte Horowitz bot. Erst wer durch diesen Ton der Diskretion hindurchzuhören versteht, entdeckt Sekis Sinn für die inhärente Abgründigkeit und dramatische Verdichtung Mozart’scher Musik“, so ein Kritiker über ihre Mozart Interpretation. Das vierhändige Klavierspiel ist eine ganz eigene Gattung der Klassik. So war es einerseits wichtiges pädagogisches Instrument, indem Lehrer und Schüler vierhändig musizierten. Es hat sich aber schon bald zu einer eigenen kammermusikalischen Gattung entwickelt und z.B. Haydn, Mozart, Beethoven und auch Brahms haben Originalliteratur für vierhändiges Klavier komponiert. Vor der Erfindung der Musikreproduktion diente das vierhändige Klavierspiel auch dazu, Werke der Klassik einem größeren Publikum bekannt zu machen: So wurden große Klavierkonzerte oder z.B. auch Brahms-Symphonien oder sogar Wagner-Opern oft vierhändig am Flügel vorgetragen.

Höhepunkte aus Klassik, Oper, Musical und Pop - Highlights der Proms-Konzerte

Wer die legendären Proms Konzerte kennt, wird von diesem Konzert begeistert sein

Freitag, 8. Juni 2018 19:30 Uhr
Einlass ab 18:15 Uhr, Dauer ca. 2 Std.

Chor der Konzertgesellschaft Schwerte
Oratorienchor der Stadt Kamen
Neue Philharmonie Westfalen
Ltg.: Franz Leo Matzerath

Mit diesem außergewöhnlichen Konzert unterbricht die Konzertgesellschaft erstmals ihre jährliche Reihe von Chören und Arien aus Oper und Operette, um ein ganz besonderes Highlight zu setzen: Die populärsten Chöre und Arien aus Oper, Operette und Musical werden sicher zusammen mit den beliebtesten Orchesterwerken und Evergreens der Pop-Musik dieses Konzert für jeden Musikliebhaber zu einem begeisternden Erlebnis machen. Den meisten Musikfreunden sind die Proms-Konzerte in London, die seit 100 Jahren zwischen Juli und September aufgeführt werden, längst ein Begriff für populäre Klassik. Die Proms Konzerte enden jährlich mit der „Last night of the Proms“ in der Royal Albert Hall, wo sie immer ihren legendären, umjubelten Abschluss finden. Die Proms Konzerte umfassen in erster Linie besonders populäre klassische Werke, wobei in der Last Night immer ein ganz spezielles Programm - z.T. mit britisch-patriotischem Akzent - gespielt wird und wo einige Stücke - wie beispielsweise Elgars Marsch „Pomp and Circumstances“ - auf keinen Fall fehlen dürfen. Das Interesse insbesondere an der Last Night übersteigt die Kapazitäten der Royal Albert Hall jedes Jahr um ein Vielfaches. Daher ist es sehr schwer bis geradezu unmöglich, Eintrittskarten für dieses Konzert zu bekommen. Seit einigen Jahren übertragen deshalb auch mehrere Fersehsender der ARD die Last Night. Mit unserem diesjährigen an die „Last Night of the Proms“ angelehnten Konzertabend wollen wir versuchen, mit Highlights des britischen Vorbilds jetzt auch dem Schwerter Publikum einen besonders herausragenden großen Chor-, Arien- und Orchesterabend zu bieten, den es in dieser Form in Schwerte noch nicht gegeben hat. Mit vielen bekannten und besonders beliebten Werken soll das Konzertprogramm auch für solche Zuhörer interessant und begeisternd sein, die sonst nur eine geringe „Klassik-Affinität“ besitzen. Im Programm werden deshalb große Opernchöre wie der Gefangenenchor aus Nabucco, der Triumphchor aus Aida oder der Zigeunerchor aus Troubadour genausowenig fehlen wie einige der beliebtesten Opernarien wie die Puccini-Arie O mio babbino caro (aus Gianni Schicchi) oder die Habanera Arie aus Carmen. Die zeitlosen „Ohrwürmer“ aus der Lustigen Witwe sind ebenso für das Programm vorgesehen, wie die Arie der Maria aus Bernsteins West Side Story. Freuen dürfen Sie sich aber auch auf besondere instrumentale „Leckerbissen“ wie auf Elgars Pomp and Circumstances oder den dritten Satz aus Haydns berühmtem Trompetenkonzert oder den Stars and Stripes Marsch von John Philip Sousa. Mit den Vokal- und Intrumentalsolisten, die wir für dieses Konzert verpflichten konnten, werden wir für unsere Konzertbesucher „große Musik“ zu einem ganz besonderen Konzerterlebnis in Schwerte werden lassen. Um mit Sicherheit dieses außergewöhnliche Konzert nicht zu verpassen, empfehlen wir dringend unseren Vorverkauf zu nutzen. Wegen der deutlich höheren Kosten für dieses Konzert haben wir den Eintrittspreis um 2 Euro angehoben.

Andrey Gugnin - Sternstunden am Bösendorfer (III)

Ausnahmemusiker der Moskauer Pianistenschule

Sonntag, 1. Juli 2018, 11 Uhr
Einlass ab 10:15 Uhr, Dauer ca. 2 Std.

Natalia Smirnova legte den Grundstein für Andrej Gugnins pianistische Karriere, die weit über sein Heimatland Russland hinaus inzwischen eine internationale Karriere geworden ist.
Der junge Pianist Andrey Gugnin blickt auf eine außer-gewöhnlich gute musikalische Ausbildung in Russland mit namhaften Lehrern, unter anderem des Moskauer Tschaikowsky Konservatoriums zurück.
Sein großes Talent und seine herausragende Musikalität führten schon früh zu zahlreichen Preisen in renommierten internationalen Wettbewerben und Einladungen als Solist zu internationalen Orchestern wie dem London Symphony Orchestra. Auch Verträge mit namhaften Klassiklabels wie Hyperion in der Reihe „Piano Classics“ sprechen für sein internationales Ansehen. Er ist insbesondere ein gefragter Schostakowitsch Interpret und hat sich als Solist bei vielen Einspielungen von dessen Klaviermusik und seines Klavierkonzertes profiliert. In Steven Spielbergs Film „Der Unterhändler“ spielte Andrej Gugnin den Soundtrack ein. Unter den zahlreichen Preisen der letzten Jahre sind sicher erwähnenswert der 2. Preis im Internationalen Beethoven Klavierwettbewerb Wien 2013 sowie der 1. Preis 2016 im Internationalen Klavier Wettbewerb in Sydney. Durch seine Vielseitigkeit am Klavier ist er auch ein begehrter Kammermusikpartner und hatte bereits Auftritte im Wiener Musikverein, der New Yorker Carnegie Hall und anderen großen Konzertsälen. Auch beim Klavierfestival Ruhr war er 2015 Gast. Bei seiner internationalen Reisetätigkeit sind wir also sehr froh, ihn auch in Schwerte im Rahmen unserer Klavierreihe begrüßen zu können. Sein Konzert in der Rohrmeisterei im Rahmen unserer Sternstunden am Bösendorfer verspricht also eine wirkliche „Sternstunde“ zu werden. Leider stand sein Programm bei Drucklegung noch nicht fest - wir sind also gespannt und voller Erwartung.

5. Sommerkonzert - Galakonzert der International Opera Academy

Plattform einer neuen Solisten-Generation für die Opernbühnen der Welt

Sonntag, 12. August 2018, 17 Uhr
Einlass ab 16:15 Uhr, Dauer ca. 2,5 Std.

Gala Abschlusskonzert Intern. Opern Akademie 2018
mit Bekanntgabe der Gewinner der Sonderpreise der Stiftung zur Förderung der Chormusik in Schwerte

Als einen der Höhepunkte der Sommerkonzerte 2018 wird die Konzertgesellschaft - wieder in Kooperation mit der Rohrmeisterei - das große Gala-Abschlusskonzert der Inter-nationalen Opern Akademie Haus Villigst („International Opera Academy“ oder kurz IOA) ausrichten. Nach dem großen Erfolg des letzten Jahres, bei dem die Halle III der Rohrmeisterei kaum die Konzertbesucherzahl des Gala-Konzerts der IOA fassen konnte, erwarten wir auch für die 6. Auflage dieser Veranstaltungsreihe wieder ein wunderbares Programm. Für diejenigen Konzertbesucher, die bisher noch keines der Abschlusskonzerte der IOA erlebt haben, hier noch einmal der Hintergrund: Die IOA findet jährlich als „Meisterkurs“ für angehende Opernsängerinnen und -sänger in Haus Villigst in Schwerte statt und hat sich in den wenigen Jahren ihres Bestehens in der Opern- und Theaterwelt über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Namen gemacht. Viele junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer der IOA konnten danach durch Engagements an großen Theatern erfolgreich in ihr Berufsleben starten. Die IOA lädt Gesangsstudentinnen und -studenten zur Teilnahme an zwei intensiven Arbeitswochen in das Haus Villigst ein. Die Teilnehmer der IOA kommen dabei aus allen Teilen der Welt. In diesen beiden kompakten Arbeits-wochen bilden täglicher Gesangsunterricht, szenischer Unterricht, Coaching und mehrere Meisterklassen den Schwer-punkt der Arbeitsphase für die zumeist in ihrem Gesangsstudium und ihrer Konzertreife schon weit fortgeschrittenen Studentinnen und Studenten. Die beiden Wochen finden jedes Jahr ihren glanzvollen Höhepunkt im „Galakonzert“ in der Rohrmeisterei Schwerte. Dabei bringen die Teilnehmer des Sommerkurses Arien und Duette aus ihrem während des Kurses erarbeiteten Repertoire zu Gehör. Die jungen Sängerinnen und Sänger werden dabei von Francis Corke am Bösendorfer Flügel der Konzertgesellschaft begleitet. Die musikalische Leitung der IOA liegt wie jedes Jahr in den bewährten Händen von Yamina Maamar und Norbert Schmittberg, die auch durch das Programm des Gala-konzerts führen werden. Seit zwei Jahren lobt die Stiftung zur Förderung der Chormusik in Schwerte einen Preis für die Teilnehmer der IOA aus. Der Preis, der jährlich ein oder zwei Sängerinnen oder Sängern zuerkannt wird, besteht in einem Engagement der Preisträger für Solopartien in einem von der Stiftung geförderten Chorkonzert der Konzertgesellschaft Schwerte. So wurden beispielsweise die Preisträgerinnen des IOA-Abschlußkonzerts 2017 Jessica Fründ für die Sopran- und Ruut Mattila für die Alt-Arien des Weihnachtsoratoriums 2017 engagiert. Einen Sonderpreis erhielt im IOA-Schluss-konzert 2017 der junge Bariton Samuli Taskinen, der eigentlich in 2018 die Partie des Elias in Felix Mendelssohns gleichnamigem Oratorium beim sinfonischen Chorkonzert am 17. November 2018 im Freischütz übernehmen sollte, der aber wegen Terminschwierigkeiten jetzt erst in einem späteren Konzert bei uns zu hören sein wird.

Kai Schumacher - Haupttitel Sternstunden am Bösendorfer (IV)

Ausnahmemusiker der Moskauer Pianistenschule

Sonntag, 23. September 2018, 11 Uhr
Einlass ab 10:15 Uhr, Dauer ca. 2 Std.

Kai Schumacher ist der „special guest“ des diesjährigen Sternstunden am Bösendorfer Zyklus: Er öffnet unsere Ohren und unsere Hörgewohnheiten unter anderem in Richtung von Popular music, Minimal Music und Jazz - ein echter „Crossover Pianist“ mit einer langen und fundierten pianistischen Ausbildung und geradezu fanatischem Hang zum Experimentieren mit Musik. Kai Schumacher nutzt seine klassische Ausbildung an der Folkwang-Hochschule Essen, die er 2009 in der Meisterklasse von Prof. Till Engel mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss, um das scheinbar Unvereinbare zu vereinen: „Der Punk-Pianist“ (so der Klassiksender des Bayrischen Rundfunks) „verwischt in seinen Konzerten die Grenzen von klassischer Avantgarde und Popkultur, ohne dabei in ausgetretenen Crossover-Pfaden steckenzubleiben.“ Ein Schwerpunkt in Schumachers Solo-Repertoire liegt dabei auf der amerikanischen Klaviermusik des späten 20. und des 21. Jahrhunderts. Neben diversen Uraufführungen und europäischen Erstaufführungen arbeitet er auch eng mit zahlreichen Komponisten der jüngeren Generation zusammen. Kai Schumacher arbeitet außerdem als Produzent und Arrangeur im Klassik- und Popbereich und konzertiert regelmäßig als Solist mit Orchestern. Konzertreisen führten ihn nach England, Frankreich, Belgien, Holland, Polen, Bulgarien, Litauen, Türkei, Israel, Palästina, Südkorea, Kirgisien, Brasilien und die USA. Seit 2015 unterrichtet Kai Schumacher als Assistent von Prof. Till Engel eine Klavierklasse an der Folkwang-Universität der Künste, Standort Duisburg. „Schumacher spielt so atmosphärisch dicht und eindringlich, dass man gerne bis in die frühen Morgenstunden wach bleibt“ (Süddeutsche Zeitung, 16.6.2015) „Doch wo andere ausgebildete Klassik-Musiker an derartigen Crossover-Projekten zu Hauf scheitern, gelingt es Schumacher auf seiner CD „Transcriptions“ durch Kreativität und Experimentierfreude, scheinbar Unvereinbares zu vereinen. Und das, weil er - anders als zum Beispiel ein David Garrett - nicht auf Showeffekte und massentauglichen Wiedererkennungswert setzt, sondern auf eigene Assoziationen“ - so das Deutschlandradio Kultur im April 2013. In Schwerte erwartet uns ein hochinteressantes und vielschichtiges Programm mit dem Tiel „Mixtape“ mit Liedern und Songs aus fünf Jahrhunderten - von Purcell, über Liszt und Mozart, Gershwin bis zu eigenen Rocktranskriptionen. Das Besondere an diesem Pianisten: Er selbst gibt verständliche und wichtige Erklärungen für das, was uns dann anschließend am Flügel erwartet. Sie dürfen mit uns auf das Konzert dieses bemerkenswerten Pianisten sehr gespannt sein!